Herzlich Willkommen

Schön, dass Sie hier sind. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was wir als Verein und als Hospizdienst tun.

Wir freuen uns über Ihren Besuch oder eine Nachricht!

Ihre Ansprechpartnerin

Ida Lamp

Fachkraft des Hospizdienstes

Diplom-Theologin, Psychosoziale Beraterin, Psychoonkolgin

www.ilpcs.de


Sie erreichen uns

In unserem Büro in der Borner Str. 32, 41379 Brüggen treffen Sie für gewöhnlich

Mo - Fr
zwischen 9.00 - 13.00 Uhr jemanden an.

 

Telefonisch sind wir für Sie jederzeit erreichbar unter 02163 5749177.

Sollte einmal der Anrufbeantworter drangehen, dann rufen wir Sie möglichst zeitnah zurück.

 

Achtung! Wir sehen Ihre Rufnummer nicht, da Ihr Anruf über einen zentralen Router auf ein Mobiltelefon weitergeschaltet wird. Bitte unbedingt Namen und Telefonnummer nennen.


Kontaktdaten

E-Mail: zapuh.grenzland@web.de
Tel: +492163 - 5749 177

ZAPUH GrenzLand e.V.
Borner Str. 32
41379 Brüggen


Wenn Sie zu uns kommen

mit verschiedenen Buslinien 

vor der Tür befindet sich eine große Bushaltestelle.

 

mit dem Auto

Man kann in der Tiefgarage des Gesundheitszentrums eine Stunde kostenfrei parken; danach kostet die Stunde 1,50 €.

 

mit dem Fahrrad

Fahrradparkplätze befinden sich links neben dem Eingang

UNSER BLOG: NAH DRAN


Die Dame ohne Telefon

Der erste Hausbesuch erfolgt mit der Hausärztin. Die 88jährige mit den langen fedrigen grauen Haaren öffnet uns die Tür. Sie geht uns voraus durch die Küche in ihren Lebensraum: ein kleines Wohnzimmer, in dem sie tagein tagaus auf ihrem Sofa sitzt. Manchmal sieht sie fern. Sie liest gerne Groschenromane. Und sie macht ihren Haushalt noch komplett selbst.

Vor kurzem ist sie in der Wohnung gefallen. Das wurde wohl erst nach einem Tag entdeckt. So lange hat sie hilflos in der eigenen Wohnung auf dem Boden gelegen.

8 Tage lag sie im Krankenhaus. Jetzt will die Ärztin mit ihr weitersehen.

Ein schwieriges Unterfangen.

Die alte Dame hat wohl große Angst, dass man sie "ins Altenheim tun" könnte. Sie betont, dass sie alles selbst macht. Wir sollten uns nur umsehen, es sei alles sauber und adrett. Ein Mann, der mal als Handwerker im Haus war, kauft einmal im Monat mit ihr zusammen ein. Eine Nachbarin schaut ab und an nach ihr und erledigt das ein oder andere Bürokratische.

Genug ist das bei weitem nicht.

Der Mann ist vor vielen Jahren verstorben. Die beiden waren kinderlos.

Alle Geschwister sind verstorben. Im vergangenen Jahr starb die beste Freundin, die in der Nachbarschaft lebte.

Nichten und Neffen gibt es, aber der letzte Besuch war vor zwei Jahren.

Die alte Dame hat kein Telefon. Da gerät man wohl schneller in Vergessenheit.

Wir von ZAPUH sollen uns um einen Hausnotruf kümmern, vielleicht mit ihr mal schauen, wie es um eine Betreuung steht. Die Ärztin - auch ein Teil von ZAPUH - regt an, dass Frau Blume (Name redaktionell) einen Pflegegrad bekommt. (Auch wenn wir die Aussicht darauf als recht gering ansehen, weil sie wirklich noch fast alles selbst macht.)

 

Der Fachmann vom Hausnotruf kommt am nächsten Tag. Keine Pflegestufe, kein Festnetzanschluss. Das sind gleich mehr Kosten für den Anschluss... Und dann die Frage, wer denn auf die Notrufanlage geschaltet sein soll...

Eine Betreuung kommt nur in Frage, wenn Frau Blume einsieht, dass sie das nötig hat. Ihre Angst vor dem Verlust der Selbständigkeit wird dem entgegenstehen.

 

Wir von ZAPUH versuchen, uns diesen Situationen zu stellen. Aber natürlich nur, wenn irgendwer aktiv auf uns zukommt und uns auf Nöte aufmerksam macht.

Heute geht eine Ehrenamtliche hin, um Schlüssel für Haustür und Wohnungstür nachmachen zu lassen...

Vielleicht verhindert der Notruf, der installiert wird, den nächsten unnötigen Krankenhausaufenthalt...

 

Aber was ist mit den vielen Alten, nach denen niemand sieht?

Wo bleiben die Ideen für ein aktives Aufsuchen von Menschen, um deren Hilfebedarfe zu ermitteln und unbürokratisch tätig zu werden?

 

Am Beispiel von Frau Blume kann man ablesen, wie sehr Menschen im Alter auf Unterstützung angewiesen sind.

Uns fehlt ein Gemeindeschwester-Modell, das solche Versorgungssituationen stemmen kann.  In Rheinland-Pfalz gibt es seit 2015 ein Modellprojekt, das dem nahe kommt, was es braucht: ein neues Angebot für hochbetagte Menschen, die noch keine Pflege brauchen, sondern Beratung und Unterstützung in ihrem Lebensabschnitt. Aufsuchende Hilfe nannte man das früher auch. Eine Kümmererin - keine Pflegekraft.

(https://msagd.rlp.de/ar/unsere-themen/aeltere-menschen/gemeindeschwesterplus/)

Die Ausführungen klingen manchmal schon wieder nach zu viel Bürokratie: nur hinweisen auf..., nichts tun...

Uns schwebt eher vor, mit Herz und Hand unterwegs zu sein... Konkret. Unterstützend. Nachhaltig. Vernetzt.

 

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Schokolade mit Diabetes, Wein zu Mittag

Ich möchte nach draussen gefahren werden, um den Sommerregen zu spüren – die warmen Tropfen, die auf meinen Körper klatschen. Das mochte ich schon als Kind. Und ich möchte es auch im Alter geniessen. Sollte sich herausstellen, dass ich davon eine Lungenentzündung bekomme, ist das nicht weiter schlimm. Auch nicht, wenn der Verlauf tödlich sein sollte. Ich übernehme die Verantwortung.


Erich Schützendorf schreibt das in einem Beitrag für Curaviva 6/11.

Schokolade trotz Diabetes, das Glas Wein zu Mittag trotz schlechter Leberwerte...

Nicht nur, dass ich die vielen Pillen und Stärkungsmittel vielleicht nicht mehr will, weil ich lebenssatt bin, ist wichtig. Auch für meine Vorstellungen von Wohlbefinden sollte ich sorgen!

Sein Buch "Meine Lebensverfügung für ein gepflegtes Alter" thematisiert diesen Blick auf das tägliche Wohlbefinden. 


Daran sollte man sich immer mal erinnern, wenn man sich mit Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht befasst. Es geht ums ganze Leben!


Vergnügliche Gespräche übers Leben und das, was Ihnen daran wichtig ist, wünscht ZAPUH!

Humor hilft in allen Lebenslagen!

Die Stiftung "Humor hilft heilen" (Eckhart von Hirschhausen) sponsert ZAPUH Grenzland e.V. einen Workshop. Wir sind überzeugt, dass Humor in allen Lebenslagen hilft, gerade auch wenn es um Abschied und Verlust geht. 

Sobald der Termin steht, melden wir uns. An unserer Freude dürfen Sie schon heute teilhaben.

Interprofessionelle Fortbildung erfolgreich abgeschlossen

Wege zueinander verkürzen

 

Interprofessionelle Fortbildung von ZAPUH Grenzland e.V. abgeschlossen

 

 

 

Am 5. Juli 2017 war das letzte Treffen einer interpofessionellen Fortbildung zur Verbesserung der Versorgung von Palliativpatienten in der Region Grenzland (Gemeinden Schwalmtal, Niederkrüchten, Brüggen).

 

Die Teilnehmenden haben die insgesamt fünf Nachmittage als persönliche Bereicherung empfunden. Sonst hätten sie wohl auch kaum so viel Freizeit für dieses Unternehmen eingesetzt, das ihnen keinen Profit bringt. Das ist auch das größte Lob für die Fortbildung. Aber auch der ursprünglich angedachte Effekt wurde erzielt: Die Professionellen und ehrenamtlichen Hospizbegleiter haben ein Gesicht füreinander bekommen. „Man kennt einander, weiß, wie die jeweils andere Gruppe tickt“, erklärt Dr. J.H. Arens, Leiter des Brüggener Hausarztzentrums und Mitinitiator der Fortbildung. Alle haben sich mit den Sorgen und Nöten aller anderen in der Versorgung eines Patienten befasst. Da gibt es neben den wirtschaftlichen Faktoren, die die beruflich Tätigen umtreiben, und dem stetig gravierender auffallenden Personalmangel für alle an der Palliativversorgung Beteiligten emotionale Aspekte, die die „Care“ (Sorge, Fürsorge, Umsorgen) bestimmen, voranbringen oder auch behindern.

 

„Leiden geht man ja am liebsten aus dem Weg“ sagt Bettina Leweke, eine der Moderatorinnen der Veranstaltung. „Man muss erst begreifen, dass man es ja selbst sein könnte und dass wir mit unserem Einsatz die Palliativstrukturen für uns selbst schaffen.“ führt sie aus. „Und es nutzt ja nichts, dass wir uns vom Gesundheitssystem, der Politik, den Gemeindeverwaltungen usw. nicht wirklich unterstützt fühlen. Wir müssen die Probleme anpacken, damit sie uns nicht völlig über den Kopf wachsen. Einfach weil wir sie sehen. Weil wir selbst Betroffene sind. Wenn wir darauf warten, dass es offizielle Lösungen gibt, dann ist es zu spät.“ Bettina Leweke weiß, wovon sie redet. Sie hat viele Jahre in einem Krankenhaus in Mönchengladbach in der Sorge um an Diabetes erkrankte Kinder und Jugendliche gearbeitet, ehe sie mit 50 Jahren eine Ausbildung als Altenpflegerin in der ambulanten Pflege angefangen hat. Als ehrenamtliche Hospizbegleiterin hat sie ebenfalls Einblick in die Problemlagen auf dem Land. „Ich war ganz begeistert, dass wir die Probleme anpacken wollen“, sagt sie enthusiastisch. „Aber es ist schon klar, dass ganz viel Arbeit noch vor uns liegt.“ Advanced Care Planning – vorausschauende Planung, um nicht in Krisensituationen doch noch auf den letzten Drücker ins Krankenhaus zu kommen.

 

Pflegekräfte der ambulanten und stationären Pflege, Hausärzte und Praxismitarbeiterinnen, Apothekerinnen und Hospizbegleiter haben miteinander Praxisbeispiele reflektiert, geschaut, wo es in der Zusammenarbeit Verbesserungspotentiale gibt. „Natürlich ist das ein Anfang“, sagt Ida Lamp, die Koordinatorin des Zentrums für ambulante Palliativversorgung und Hospizarbeit ZAPUH Grenzland e.V. , aber ein verheißungsvoller.

 

Im Herbst soll es schon weitergehen. Da waren sich alle Teilnehmenden einig. Dann sollen Vertreter der Gemeinde und der Senioren- und Pflegeberatungen eingeladen werden. „Es ist wichtig, dass wir genauer klar kriegen, wer wann erreichbar ist, wer für was zuständig ist und solche Dinge.“ Arens erläutert, dass wir ja auf die Überleitungen der Krankenhäuser keinen Einfluss haben. Oft steht der Patient noch immer am Freitagmittag ohne ausreichende Versorgung fürs Wochenende da. Und der Hausarzt soll nun eine Fülle psychosozialer Bedarfe wahrnehmen und koordinieren.

 

Insgesamt wächst der psychosoziale Bedarf von Patienten und Angehörigen, aufgrund der demographischen Entwicklung: Wir haben immer mehr Hochaltrige in unseren Gemeinden. Wir leben in Single-Haushalten. Die Kinder sind aus den ländlichen Regionen in den städtischen Bereich umgezogen, um dort ihrer Arbeit nachzugehen.

 

An genau dieser Stelle müssen wir ansetzen, um die Zukunft der Versorgung zu gestalten. Diese kommt nicht ohne Ehrenamt aus. Und das wiederum braucht Befähigung, Begleitung und immer neue Motivation. Der nächste Basiskurs findet ab 23. August statt; Interessenten können sich noch beim Hospizdienst unter 02163 5749177 anmelden.

 

Im Herbst geht es weiter! Interessenten an der Vernetzung können sich ebenfalls gerne mit der Koordinatorin von ZAPUH Grenzland e.V. in Verbindung setzen.

 

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Sterbekasse Bracht spendet

Das dürfte das Highlight des Jahres 2017 werden: Die Sterbekasse Bracht entscheidet sich bei der Aufösung

den Sicherheits-Restkassenbestand einem gemeinnützigen Verein zuzuführen und die Wahl fällt auf ZAPUH  =  Z entrum für  a mbulante  P alliativversorgung und  H ospizarbeit, weil der Hospizdienst im Sinne der Sterbekasse gute Dienste leistet.

 

Zur Vorstandssitzung am 27.06.2017 durfte Ida Lamp, Fachkraft des Hospizdienstes, Diplom-Theologin, Psychosoziale Beraterin, Psychoonkolgin die Arbeit von ZAPUH vorstellen.

 

"Somit war die Entscheidung, diesem Verein die Spende zuzuführen, allen Vorstandsmitgliedern mit gutem Gewissen klar, der Vorstand war sich sicher, im Sinne der Mitglieder gehandelt zu haben. " schreibt Rolf Jansen, der (jetzt muss man wohl sagen, ehemalige) Geschäftsführer der Sterbekasse.

 

v.l. Ehrenvorsitzender Gerd Wiesner, Beisitzer Hans Schreurs, Ida Lamp (ZAPUH), Geschäftsführer Rolf Jansen

 

 

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