Herzlich Willkommen

Schön, dass Sie hier sind. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was wir als Verein und als Hospizdienst tun.

Wir freuen uns über Ihren Besuch oder eine Nachricht!

Ihre Ansprechpartnerin

Ida Lamp

Fachkraft des Hospizdienstes

Diplom-Theologin, Psychosoziale Beraterin, Psychoonkolgin, Casemanagerin (DGCC)

www.ilpcs.de


Sie erreichen uns

In unserem Büro in der Borner Str. 32, 41379 Brüggen treffen Sie für gewöhnlich

Mo - Do
zwischen 9.00 - 13.00 Uhr jemanden an.

 

Telefonisch sind wir für Sie jederzeit erreichbar unter 02163 5749177.

Sollte einmal der Anrufbeantworter drangehen, dann rufen wir Sie zu Bürozeiten möglichst zeitnah zurück.

 

Achtung! Wir sehen Ihre Rufnummer nicht, da Ihr Anruf über einen zentralen Router auf ein Mobiltelefon weitergeschaltet wird. Bitte unbedingt Namen und Telefonnummer nennen.

Sollten wir während der angegebenen Zeiten nicht ans Telefon gehen, befinden wir uns in einem Gespräch oder telefonieren. Bitte hinterlassen Sie dann Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter, wir rufen Sie baldmöglichst zurück.

Nach 18 Uhr und am Wochenende ist auf dieser Nummer das Notfallhandy aufgesprochen, über das Sie uns zeitnah erreichen.


Kontaktdaten

E-Mail: zapuh.grenzland@web.de
Tel: +492163 - 5749 177

WhatsAPP: 0160 99609099 (Bitte nur WhatsAPP!)

ZAPUH GrenzLand e.V.
Borner Str. 32
41379 Brüggen


Wenn Sie zu uns kommen

mit verschiedenen Buslinien 

vor der Tür befindet sich eine große Bushaltestelle.

 

mit dem Auto

Man kann in der Tiefgarage des Gesundheitszentrums eine Stunde kostenfrei parken; danach kostet die Stunde 1,50 €.

 

mit dem Fahrrad

Fahrradparkplätze befinden sich links neben dem Eingang

UNSER BLOG: NAH DRAN


Schmerz, lass nach...

Sie sagt auf mein Nachfragen "Haben Sie Schmerzen?": "ein bisschen." Das Gesicht der hochbetagten Dame spricht eine andere Sprache.
"Wenn Sie auf einer Skala von 1-10 Ihren Schmerz einordnen sollten: 1 bedeutet wenig, 10 ganz doll Schmerzen?", hake ich noch einmal nach. "6" gibt sie an, ohne Zögern. (Eine sehr populäre Skala ist diese Numerische Rangskala (NRS), mit der Schmerzintensitäten abgefragt weren können...)

Die Krankenschwester, die ich rufe, gibt ihr ein Schmerzmedikament. Nach einer Dreiviertelstunde hat sich an der Physiologie - dem Schmerzausdruck im Gesicht - nichts verändert. Und als ich nachfrage, wie es jetzt um ihren Schmerz stehe, gibt sie "8" an...

"Ein bisschen Schmerzen" - Die kleine Szene zeigt, wie nötig eine gute Schulung in der Wahrnehmung von Schmerzen ist und wie sinnvoll der Einsatz von Schmerzassessments.

In der Fachliteratur kann man immer mal wieder lesen: "Die Beobachtung, die sogenannte Fremdeinschätzung mit spezifischen Beobachtungsinstrumenten für das Phänomen Schmerz, ist nur dann anzuwenden, wenn die Patienten nicht selbst Auskunft zu ihrer Schmerzsituation geben können."
(hier zitiert: Die Schwester Der Pfleger, Ausgabe 12/2017, Seite 42).

Nach meiner Erfahrung stimmt diese Aussage eben nur sehr bedingt. Die Erfahrung wie die Versprachlichung von Schmerz sind hochkomplex - und haben viel mit Sozialisation (z.B. "ein Indiander kennt keinen Schmerz") und Wertvorstellungen (z.B. man fällt besser niemandem zur Last) zu tun...
Hinsehen und nachfragen und das Nutzen von Einschätzungsinstrumenten zusammen hilft ganz sicher vielen, weniger Schmerzen leiden zu müssen!

Eine noch wenig bekannte Methode ist die Dolografie (2017), das Nutzen von Bildern, um über Schmerzqualitäten zu sprechen.

Zwei Kommunikationsdesignerinnen, Sabine Affolter und Katja Rüfenacht, haben ein „Kommunikationstool“ zum Sprechen über Schmerzen entwickelt, das aus 34 Bildkarten besteht. Die Bilder auf den Karten stellen keine konkreten Gegenstände dar und entziehen sich einer eindeutigen Deutung. Es gibt kein „besser“ oder „schlechter“. Über die Motive der Karten entwickelt sich ein Gespräch über die Schmerzen, das ohne sie nicht möglich wäre...

Die Wiener Geriaterin Marina Kojer hat Bilder vorgestellt, mit den bei Menschen mit Demenz Schmerz abgefragt werden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) gibt an, dass etwa jeder sechste Altenheimbewohner an Schmerzen leidet.
Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass es zu wenig Fachkräfte gibt!
Und was es braucht neben der fachlichen Kompetenz ist Zeit!
Immer ist das Instrument der Schmerzbekämpfung Kommunikation!
Immer braucht es Menschen, die achtsam Schmerz wahrnehmen.

"Ein bisschen Schmerz!"

Eine Leitlinie "Schmerzassessment bei älteren Menschen in der vollstationären Altenhilfe - Langversion der multiprofessionellen S3-Leitlinie" liegt seit 2017 vor (AWMF Registernummer 145 – 001; Stand: 11. Juli 2017) und kann im Internet heruntergeladen werden: http://www.awmf.org/…/145-001m_S3_Schmerzassessment-bei-ael…

 

Oda-Park

Unser diesjähriger Hospiz-Ausflug führte uns in den Oda-Park nach Venray. Bei gutem Wetter konnten wir unsere Wahrnehmung, Toleranz, Kunstverständnis... schulen und einander mal in einer anderen Situation kennen lernen.

 

Wir nehmen Abschied

Für uns alle unfassbar plötzlich ist am 3.09.2018 unser ZAPUH-Mitglied Dr. Christian Meisen verstorben. Wir trauern mit seiner Frau, seiner Familie und Freunden...

Der Inhaber der Windmühlen-Apotheke in Dülken konnte seinen 60. Geburttag nicht mehr feiern...

Er war Apotheker mit Leidenschaft und für uns immer ansprechbar, wenn wir Fragen zu Medikamenten hatten... Zuletzt habe ich Christian Meisen mit einem Handyanruf aus dem Schlaf gerissen, nachdem er gerade die Nachtschicht in der Apotheke hinter sich gebracht hatte. Ohne jeden Vorwurf hat er mir weitergeholfen...

 

Der schottische Schriftsteller Samuel Smiles (+1904) hat geschrieben:

Der Mann selbst stirbt und vergeht;

 

doch seine Ideen und Handlungen leben fort

 

und hinterlassen der Menschheit einen

 

unauslöschlichen Eindruck.

 

Und so bekommt der Geist seines Lebens

 

Dauer und Ewigkeit,

 

beeinflußt Gedanken und den Willen

 

und trägt dadurch dazu bei,

 

den Charakter der Zukunft zu gestalten.

 

Wir wünschen uns, dass Christian Meisens Engagement, seine Klugheit, seine Freundlichkeit, seine Zugewandtheit und seine Menschlichkeit uns ein Ansporn bleiben in unserem Engagement für Palliativversorgung und Hospizarbeit.

Allen, die um ihn trauern: Trost!

 

Hoffentlich geht es mit "seiner" Apotheke gut weiter!

 

Neuer Hospizkurs startet Ende Oktober

Männer fragen ganz zaghaft an, ob sie denn auch Hospizbegleiter werden können.

Ja, sie können.

Wenn Sie offen sind und vor Herausforderungen nicht zurückschrecken, wenn Sie mutig sind und kreativ, wenn Sie teamfähig sind und das Herz am rechten Fleck haben, wenn Sie verschwiegen sind und verbindlich Zeit zur Verfügung stellen können: Dann packen Sie es mit uns an!

Wir versprechen vielfältige Aufgaben, ein erfüllendes Ehrenamt, gute Begleitung und ein tolles Team!


Privatkassen beteiligen sich endlich an der Finanzierung

Endlich beteiligen sich auch die privaten Kassen an der Finanzierung der ambulanten Hospizarbeit. Wir freuen uns sehr und sind dankbar, bei der Förderung für das Jahr 2017 - ja, Hospizarbeit wird refinanziert, also Geld kommt eineinhalb Jahre nach Arbeit - auch von den privaten Kassen mit einem Anteil von 10 Prozent der Gesamtfördermenge, die von den gesetzlichen Kassen verwaltet wird, bedacht worden zu sein.