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Ihre Ansprechpartnerin

Ida Lamp

Fachkraft des Hospizdienstes

Diplom-Theologin, Psychosoziale Beraterin, Psychoonkolgin

www.ilpcs.de


Nah dran - Kolumne zur Hospizarbeit

 

Der Hospizdienst ZAPUH Grenzland e.V. darf sich zum Jahresausklang 2016 über eine Spende von 1500 € der Firma Forst- und Landschafts-Service Boers Gbr aus Leloh freuen.

Die Frauen der Familie waren beim Weihnachtsbaumverkauf in Leloh im Einsatz und  haben an den selbstgebauten Hütten für eine Atmosphäre gesorgt, die zum Verweilen einlud.  Die Koordinatorin Ida Lamp konnte sich selbst davon überzeugen und hat  Waffeln und Glühwein und selbstgebackenen Plätzchen vor Ort probiert. Plakate und Informationsschriften haben über die Arbeit des Hospizdienstes ZAPUH Grenzland informiert.

Weil die Atmosphäre so sensationell gut war, konnte die Familie 1500 € Spendengeld sammeln. Das Geld wurde am 28.12.2016 vormittags symbolisch mit einem Holzstern an den 1.Vorsitzenden Josef Kriegers und die Koordinatorin Ida Lamp überreicht.

 

 

Eine supertolle Aktion, mit der die Arbeit des Hospizdienstes nachhaltig unterstützt wird. Ein Großteil der Arbeit - vom Flyer bis zur Homepage - wird durch solche Spenden finanziert. Nur durchs Weitersagen kann Hospizarbeit in der Region gedeihen.

 

Wir danken den edlen Spendern!!! Da steckt wahnsinnig viel Arbeit drin: Ihr Frauen seid SPITZE!!!

 

 

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Nah dran - Kolumne zur Hospizarbeit

Liebes Leben

Beim Hospizkurs setzen wir uns mit Leben und Sterben auseinander. Eine Teilnehmerin hat einen Brief geschrieben, mit dem wir unseren Homepagebesuchern an unserer Arbeit Anteil geben wollen:

 

 

Liebes Leben, lieber Tod,
eigentlich wollte ich nur einem von Euch einen Brief schreiben, aber das geht nicht. Denn Ihr gehört zusammen, wie untrennbare siamesische Zwillinge. Den einen würde es ohne den anderen nicht geben, alleine könntet Ihr nicht existieren. Ihr seid eine Einheit, gehört zusammen wie Feuer und Wasser, wie die Sonne und der Mond.. Geht für uns die Lebenssonne unter, strahlt der Mond des Todes um so heller.
Ich kann Euch einfach nicht getrennt betrachten, denn Ihr taucht überall gemeinsam auf.
Bei der Geburt sitzt der Tod schon in Deinem Rucksack, liebes Leben..
Tod; Du bist egoistisch und verlässlich, Und Du hast Geduld, kannst hoffentlich warten, Du wirst uns irgendwann ganz für Dich alleine haben.. Damit wir Dich aber nicht vergessen, wirst Du immer
wieder im Laufe des Lebens kurz „Hallo“ sagen. Dabei kannst Du sanft und liebevoll sein, aber auch grausam und gemein. Aber das kann Deine Schwester das Leben genauso. Wie ähnlich Ihr Euch dabei seid!

Auch Du, liebes Leben, hast so viele verschiedene Facetten, manche möchte man gar nicht von Dir kennen.
Wen von Euch beiden ich lieber mag, möchtet ihr wissen?  Das kann ich Euch nicht sagen.
Liebes Leben, es macht Spaß mit Dir, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Dich, lieber Tod, habe ich schon ein paar mal zu Gesicht bekommen, mal liebevoll und leise, aber auch brutal und laut wie ein Donnerschlag. Ich möchte noch eine lange Zeit das Leben mit Dir, liebes Leben, erleben. Ich bin noch nicht fertig mit Dir, ich kenne noch nicht alles. Du hast bestimmt noch ein paar Überraschungen für mich und
ich für Dich. Wir spielen ein lustiges Spiel, ich versuche Dich zu planen und Du hast Spaß daran, meine Pläne zu durchkreuzen. C`est la vie, so bist du eben.
Aber der größte Spielverderber wirst wohl Du, lieber Tod, sein. Denn Du absolut unberechenbar und
machst mit uns, was Du willst und wann du es willst. Aber eins möchte ich Dir jetzt sagen, ich habe noch keine Lust mich mit Dir zu beschäftigen, das Leben hat noch Vorrang. Es ist noch nicht Deine Zeit.... Du musst noch warten. Übe Dich in Geduld - bitte.
Eure Kirsten

 


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Nah dran - Kolumne zur Hospizarbeit


 

Der Raum ist stickig heiß, obwohl eine Tür zum Balkon hin offen steht. Ich besuche Edeltraud zum 3.Mal in diesen heißen Tagen des späten Sommers 2016. Die 96jährige liegt sitzend in ihrem Bett an der Wand direkt neben der Eingangstür zu ihrem Appartement.  Sie hat noch fülliges, leicht gewelltes Haar. Ihre faltige Haut ist mit Altersflecken übersät. Sie sieht kaum noch etwas und ist stark schwerhörig. Wegen der Hitze ist sie dünn bekleidet mit einem kurzärmeligen Hemdchen. Die bunte Bettdecke ist bis zur Brust hochgezogen.

 

Das Gespräch besteht aus einzelnen Sätzen, die immer wieder wie Gestalten im Nebel von irgendwo auftauchen.  „Mögen Sie eigentlich Eis?“ frage ich. Ihre Augen bekommen für einen Moment Glanz. „Wer mag das nicht?“ entgegnet sie keck. „Hat Ihnen denn schon jemand in diesen heißen Tagen eins mitgebracht?“ Der Glanz erlischt und sie schüttelt verneinend den Kopf. „Hätten Sie denn Lust auf eins?“ frage ich. „Ach nein“, sagt sie matt. „Bei so einer Hitze tut so ein kühles Eis doch gut“, beharre ich. Und da sie nicht widerspricht, erzähle ich, dass ich auch Eis mag und welche Sorten ich bevorzuge und welche Eisdiele in der Umgebung besonders leckeres Eis hat. Eis geht eigentlich immer, sind wir uns einig. „Ich hole eben eins. Das geht doch ruckzuck“ endet mein mehr oder weniger Monolog. „In ein paar Minuten bin ich zurück“ sage ich noch und bin schon unterwegs, ohne dass weiterer Widerspruch erfolgt. Ein paar Minuten später stehe ich mit einem Schälchen Erdbeereis an ihrem Bett. Edeltraud lässt das Eis fröhlich auf der Zunge zergehen. Dann hällt sie plötzlich inne: „Wo ist denn Ihr Eis? Essen Sie keins?“ fragt sie. Enttäuschung fällt wie ein Schatten über ihr Gesicht. Erst in diesem Moment fällt mir auf, dass das Alleinessen dem Vergnügen Abbruch tut. Ich mache sie zum Empfänger von Wohltaten, denke ich. So ein Mist! Um die Situation wenigstens ein bisschen zu retten, nehme ich die Eiswaffel und etwas Eis darauf. Beim nächsten Mal, das weiß ich jetzt, beim nächsten Mal essen wir zusammen ein Eis.

 

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(c) Kirsten Knops
(c) Kirsten Knops

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