Innenwelten der Demenz verstehen

Barbara Klee-Reiter zu Gast bei ZAPUH
Barbara Klee-Reiter zu Gast bei ZAPUH

Über 50 Personen sind gestern unserer Einladung gefolgt, bei der Fachfrau für Demenz, Barbara Klee-Reiter aus Köln, etwas über die Innenwelten der Demenz zu erfahren.


An diesem kurzen Fortbildungsabend lud sie ein zu einem Perspektivwechsel.

Mit dem von ihr entwickelten Demenz-Balance-Modell zeigte sie erfahrbar auf, wie sich Verluste auf unsere Persönlichkeit und unser Weltverständnis auswirken. Den Ausgleich zu unseren Verlusten finden wir nicht, wenn wir immer wieder mit ihnen konfrontiert werden. Andere sind vielmehr gefordert, uns Kompensationsangebote zu machen.

Dazu braucht es Geduld, Phantasie, Improvisationsvermögen, Intuition und die Bereitschaft,  den anderen trotz aller Defizite als Person ernstzunehmenden und zu würdigen.


Als zweiten Baustein bot Klee-Reiter dazu die A-B-C-Methode als stützenden Anker an (VermeideKonfrontation, Handle zweckmäßig,  Spende Trost).


Sie zeigte auch eindrücklich auf, wie nah dieser Ansatz unserer Hospizarbeit ist. Hier wie da gibt es kein Schema F. Immer wieder heißt es, sich für die Begegnung zu öffnen... was braucht der andere jetzt und hier, um seine Würde wahren zu können...


Ganz spontan wurde Klee-Reiter Mitglied unseres Hospizvereins, den sie bereits großzügig mit ihrer Knowhowspende unterstützt hat. Ein wunderbares ermutigende Signal für uns und eine Bestärkung in unserer Arbeit. Herzlichen Dank!


Und danke auch an die Postcodelotterie, die unsere Netzwerkarbeit unterstützt und die beiden engagierten neuen ZAPUH-Mitarbeiterinnen Birgit Reimsbach und Bettina Leweke bis September finanziert.

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