Tharnika Rameshkumar

Tharnika Rameshkumar
Tharnika Rameshkumar

REIHE ZAPUH zeigt Gesicht(er)

…heute das der jüngsten Hospizbegleiterin Tharnika Rameshkumar aus Bracht.

„Tharnika ist ein Tausendsassa“ – sagt ihre Schwester, als sie zusammen mit ihr an einem Glasworkshop beim Hospizdienst teilnimmt. Das Energiebündel ist Schülerin des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Dülken und lernt zusätzlich zu anderen Zeiten ihre Muttersprache Tamilisch. Sie trainiert in seiner Freizeit junge Schwimmer bei der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die junge Frau läuft gerne Mittelstrecke, fährt Fahrrad, ist gesellig und aufgeschlossen. Sie jobt als Kellnerin – und hat auch schon einiges andere gearbeitet, um ihr Taschengeld aufzubessern.

Und sie hat einen Hospizkurs absolviert. Damals musste noch die Mutter der Teilnahme zustimmen… Die Zonta-Preisträgerin 2019 meint: „Man versucht doch, das Leben bis zum letzten Moment zu genießen“ und für sie sei es eine Ehre, dazu beizutragen, dass Sterbende noch möglichst viele schöne Momente erleben. Das macht sie, wann immer ihre Zeit das erlaubt.

Schon als 14 jährige machte sie ein zweiwöchiges Schulpraktikum im Krankenhaus in Nettetal, weil ihr Berufsziel schon damals war, Ärztin zu werden. Als Praktikantin sei sie auf der chirurgischen Station im Bereich Zimmerpflege tätig gewesen, erzählt sie, teilte Essen und Handtücher an Patienten aus. Und sie blieb gleich als Freiwillige dabei: meist am Wochenende für etwa sechs Stunden. 

Beim Hospizdienst begleitet Rameshkumar stundenweise vor allem demenzkranke Menschen und ihre Angehörigen. „Für manche Leute ist der Tod ein absolutes Tabuthema. Dabei ist er doch genau so natürlich wie die Geburt.“ sagt sie. 

Wir von ZAPUH wünschen uns, dass sie auch nach der Schulzeit, wenn’s raus in die Welt geht, unserem Hospizdienst verbunden bleibt. Wir freuen uns, wenn sie auf dem Weihnachtsmarkt mit dabei ist, mit wandern geht, an Fortbildungen teilnimmt oder Menschen begleitet… Wir spinnen immer noch daran, mit ihr und Anna Leweke zusammen einen Hospizkurs für junge Leute zu machen. Schließlich hat Rameshkumar ja recht, wenn sie sagt, dass Sterben uns alle angeht – unabhängig von unserem Lebensalter. InteressentInnen hatten wir schon einige dafür!

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