Assistierter Suizid und Co.

Veranstaltungsreihe
Veranstaltungsreihe

Am 22.10., 19 Uhr, starten wir mit unserer Veranstaltungsreihe "Wir holen uns den Tod" - zu Suizidassistenz, Sterbehilfe und Co.

Herzliche Einladung!

Benefizkonzert für ZAPUH

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Café 70 Plus wieder am START

Koordinatorin Bettina Leweke im Einsatz
Koordinatorin Bettina Leweke im Einsatz

Unser Café 70 Plus ist bei strahlendem Sommerwetter im Garten des Mesteromhauses mit 20 Gästen gestartet.

Peter Ringendahl begleitet am Keyboard und hat schon ein kleines Musikratespiel angeregt...

Eine Verlosung, die dank Gaben des Brüggener Blumentopf, des Blumenladens BlütenZauber und der Parfümerie Becker möglich war, hat die Gäste sichtlich erfreut. Nach Corona-Aus war so ein Lichtblick wunderbar!! Danke an die gebenden Läden...

Danke auch an apetito-Landhausküche für die Kuchenspende!


Wir Begleiterinnen des Cafés haben es genossen, mal wieder mitten im Leben zu sein!!

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Cafe 70Plus startet wieder

Brüggen, 15.07.2021: Treffen zum Wohlfühlen, zu Kaffee-Kuchen und mehr - das Café  70 Plus!


Nach corona-bedingter Abstinenz startet der Hospizdienst wieder mit seinem Cafe 70 Plus. Ein Sommer-Special wird am 25.08.2021, 15 Uhr, im Mesterom-Haus, dem Vereinsheim der St. Petri-Bruderschaft Oebel, stattfinden. Das Vereinsheim hat große Räume, die corona-konforme Abstände ermöglichen. 

Singen wird vorerst noch nicht stattfinden können, aber Begegnung und Austausch und auch Spiele sind mit entsprechender Hygiene möglich.

Die Landhausküche von apetito spendet freundlicherweise den (verpackten) Kuchen, damit die Gäste nicht auf den kleinen süßen Genuss verzichten müssen. Alte Menschen sind ja doch in den letzten Monaten sehr gebeutelt worden und mussten viel Einsamkeit erleiden. (Das Unternehmen aus Rheine, das seinen Lieferservice auch im Grenzland anbietet, unterstützt den Hospizdienst seit dessen Gründung, immer wieder und nimmt so seine soziale Verantwortung regional wahr.)


Die Hospizbegleiter*innen laden dann ab Oktober wieder jeden Mittwoch, 15:00-16:30 Uhr, Menschen 

über 70 zu Kaffee und Tee, zum Klängern, Rätseln, Gedächtnistraining, Bewegung, Lesen … ein. Die 

Café-Runden sind erst einmal auf 12 Personen begrenzt und werden immer von zwei Ehrenamtlichen des Hospizdienstes begleitet. 

Selbstverständlich werden die Regelungen immer der aktuellen Corona-Lage angepasst.

“Bei Kaffee und Kuchen freuen wir uns des Lebens – das können Hospizler nämlich besonders gut, sich des Lebens freuen“, erklärt Bettina Leweke, Koordinatorin von ZAPUH. Die Idee hinter diesem Projekt ist es, Menschen unbeschwert mit dem Hospizdienst in Kontakt zu bringen. Manchmal wird man dann vielleicht auch Sorgen erkennen und gemeinsam nach Lösungen für Versorgungsprobleme u.a.m. Ausschau halten können. 

Vielleicht ergibt es sich aber auch, dass Telefonketten oder besondere Patenschaften entwickelt werden oder dass sich eine Gruppe älterer Hospizbegleiter aufbaut oder oder


Für wen? 

Frauen und Männer über 70, die sich mit anderen treffen mögen, die sich einlassen mögen auf unsere 

Hospizbegleiter*innen und aufeinander, die Inspiration, Entlastung und Unterstützung im Alltag suchen. 


Termin 

ab Oktober immer mittwochs, 15:00 -16:30 Uhr

Und ein Special vorab am 25.8., 15 Uhr

Ort 

Mesterom-Haus - Haus der Vereine, Borner Str., Brüggen


Anmeldung zu Bürozeiten unter 02163 8881227 (Nachmittags Anrufbeantworter)

jederzeit per WhatsAPP 02163 57491


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200. Mitglied - Wir wachsen stetig

Heinz-Josef Finken wird von der Schatzmeisterin des Hospizvereins Birgit Becker persönlich als 200. Mitglied aufgenommen. Die beiden Nettetaler oder besser gesagt Breyeller kennen sich schon ewig, weil sie Nachbarkinder waren. Und wie es so geht im Dorf blieben sie verbunden  durch die Schützengesellschaft St.Maria-Himmelfahrt-Bruderschaft Breyell-Natt.

Jetzt wurde Finken Mitglied bei Zapuh.

Er hat die Druckerei vor 32 Jahren durch den frühen Tod seines Vaters übernehmen müssen, lernte somit nicht nur mit dem Tod und Verlust zu Recht zu kommen, sondern auch die Geschäfte von jetzt auf gleich zu übernehmen. Diese Erfahrung hat ihn wohl aufgeschlossen gegenüber der Hospizarbeit gemacht.

Dem Hospizverein steht er bei der Produktion von Drucksachen mit Rat und Tat zur Seite und ist so ein Partner der Öffentlichkeitsarbeit geworden. Flyer, Visitenkarten und ähnliche Druckerzeugnisse stellt er kostengünstig für ZAPUH her. Und wir sind gespannt, was uns an gemeinsamen Projekten noch einfallen wird.

Neuer Vorstand gewählt

Offergeld würdigt Leweke
Offergeld würdigt Leweke

HOSPIZVEREIN ZAPUH NACH MITGLIEDERVERSAMMLUNG AUF KURS IN DIE ZUKUNFT


Nachdem sie 2020 wegen der Pandemie ausfallen musste, konnte die Mitgliederversammlung von ZAPUH Grenzland e.V. am 16.Juni in den Räumen der evangelischen Freikirche in Brüggen-Bracht stattfinden. 

Ein schweißtreibendes Ereignis bei hochsommerlichen Temperaturen und mit Mund-Nasen-Bedeckung...

Ein wichtiges Ereignis für die Zukunft des Hospizvereins, das von vielen Vereinsmitgliedern wahrgenommen wurde: Es fanden Neuwahlen des Vorstands statt, und eine Änderung der Satzung wurde beschlossen.  

Die Gründungsmitglieder im Vorstand – Josef Kriegers und Dr. Johann Heinrich Arens - hatten schon 2020 ihr Amt niedergelegt, nachdem ihre Wahlperiode von vier Jahren schon lange zu Ende war. 

Ohne die beiden gäbe es ZAPUH nicht: Mit ganz viel persönlichem Engagement und hohem finanziellen Einsatz haben sie den Hospizdienst auf den Weg gebracht. Die Mitgliederversammlung hat ihren Dank dafür noch einmal zum Ausdruck gebracht.

Die beiden Vorsitzenden haben sozusagen den Staffelstab weitergegeben: Arno Offergeld (Brüggen) und Dr. Johannes Niklas Steiff (Willich) sind 1. und 2. Vorsitzender geworden. Birgit Becker (Nettetal) wurde als Schatzmeisterin gewählt; Birgit Winkler (Schwalmtal) als Schriftführerin.


Dringend nötig war die Namensänderung in Zentrum für ambulante Palliativberatung und Hospizarbeit. „Palliativversorgung“ wird doch von den meisten mit Pfle-ge assoziiert und ein Pflegedienst ist der Hospizdienst nun einmal nicht. Sein Anliegen ist die psychosoziale Begleitung von Menschen durch ehrenamtlich engagierte und qualifizierte Männer und Frauen der Region und die Beratung in palliativen – lebensverkürzenden Situationen durch die angestellten Fachkräfte. Im neuen Namen kommt das besser zum Ausdruck. Am schönen Akronym ZAPUH ändert sich nichts. (Das kroatische Wort bedeutet Windbö – eine Herzensangelegenheit, immer wieder frischen Wind in die Segel zu bekommen…)


Der Hospizverein hat in den kommenden Monaten viele Aufgaben, so gilt es beispielsweise nach Corona die Finanzsituation zu stabilisieren und die großen Themen Assistierter Suizid, Digitalisierung des Dienstes, Trauerbegleitung, Standorterweiterung u.a.m. zu bedenken und den Verein zukunftsfähig zu machen.


Die Zahl der Mitglieder ist – trotz des Versterbens und von Umzügen einiger Mitglieder – weiter gestiegen. Der Mitgliedsbeitrag von 24 € im Jahr für Einzelmitglieder ist stabil geblieben.

Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen in der Region hat sich weiter entwickeln können.

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Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung von ZAPUH Grenzland e.V. findet am 16.Juni, 19 Uhr, in den Räumen der evangelischen Freikirche in Brüggen-Bracht, Stifterstr. 18 statt.

Eine Anmeldung ist aufgrund der Coronalage nicht unbedingt erforderlich, aber sehr wünschenswert; auf die AHL-Regeln wird selbstverständlich geachtet. Es sind medizinische Masken zur Teilnahme zu tragen. 

Der Hospizverein, der über 200 Mitglieder hat, hat die im vergangenen Jahr geplante Mitgliederversammlung aufgrund der Pandemie absagen müssen. 

 

Es stehen Vorstandswahlen an.

Zur Wahl stehen die Ämter 1. und 2. Vorsitzender, Schatzmeister und Schriftführer.

Arno Offergeld, Rechtsanwalt (Niederkrüchten), Dr. Johannes Steiff, Palliativmediziner und Onkologe (Viersen/Willich) und Birgit Becker, Rechtsanwaltsgehilfin, ehrenamtliche Betreuerin, Hospizbegleiterin (Nettetal) stellen sich zur Wahl. Alle drei sind bereits im Vorstand tätig und wurden dafür vom alten Vorstand bis zur Wahl bestellt. Die Schriftführerin Marita Habgood (Brüggen) ist als einzige bei einer Mitgliederversammlung gewähltes Mitglied des Vorstands. Sie tritt jedoch mit Datum der Migliederversammung von ihrem Amt aus familiären Gründen zurük. Birgit Winkler, Hospizbegleiterin, stellt sich für das Amt der Schriftführerin zur Wahl.

 

Dringend nötig sind auch die Neugestaltung der Satzung sowie die Namensänderung in Zentrum für ambulante Palliativberatung und Hospizarbeit. Die entsprechenden Änderungen sind postalisch an die Mitglieder verschickt worden und werden in der Versammlung diskutiert und wenn möglich verabschiedet.

 

Mitglieder können sich per Telefon – 02163 – 8881227 oder WhatsAPP 02163 5749177 Mail info@zapuh.de anmelden.

Fa.Bechtle spendet Tablets für den Hospizdienst

Anna Leweke, Hospizbegleiterin, und Karl-Heinz Empel, Geschäftsführer der Bechtle Düsseldorf
Anna Leweke, Hospizbegleiterin, und Karl-Heinz Empel, Geschäftsführer der Bechtle Düsseldorf
Firmenmitarbeiterinnen übergeben Anna Leweke (Mitte) Tablets
Firmenmitarbeiterinnen übergeben Anna Leweke (Mitte) Tablets

Die Fa. Bechtle hat dem Hospizdienst für seine Arbeit fünf Tablets gespendet.

Wir danken herzlich dafür, mit dieser Spende die neuen digitalen Wege gehen zu können. Hospizbegleiterin Anna Leweke hatte sich für diese Produktspende ins Zeug gelegt und konnte sie persönlich in Empfang nehmen.


#Bechtle #Spende #Tablet #ZAPUH digital


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Karfreitag

Bei Kleinkindern ist es uns ganz selbstverständlich: Manchmal sind negative Gefühle völlig überbordend. Dann braucht’s die Mutter oder den Vater, die Oma oder den Opa oder eine andere Bezugsperson, die die Gefühle einfach annimmt und aufnimmt und so hilft, damit umzugehen… Das Aufnehmen ist der erste wesentliche Schritt. Bei Kind einleuchtend: Es kann noch gar nicht analytisch, reflektierend erklären, was denn los ist… Aber das ist eben auch bei Erwachsenen so, wenn ein Gefühl überbordend, überfordernd da ist - Trauer, Angst, Wut, Enttäuschung ... können uns ganz und gar ausfüllen.... Bevor so ein dickes Gefühl nicht raus ist, wahrgenommen, angenommen, kann gar nichts anders ankommen... Und manchmal ist es wohl auch so, dass tatsächlich sehr sehr lange und vielleicht für immer nichts mehr geht... - das man chronisch infiziert wird von einem Gefühl, dass es gar nicht mehr weggeht... Aber oft gilt, wenn das Gefühl „aus“ ist, ausgelebt, ausgedrückt, dann kann in einem zweiten Schritt erfasst werden, worum es denn überhaupt geht, und dann in einem dritten überlegt werden, wie Abhilfe geschaffen werden kann. Der britische Psychoanalytiker Wilfred Ruprecht Bion (1897–1979) fand für diese haltende Haltung den Begriff Container. (Und wie bei allen menschlichen Regungen gibt es hilfreiche Container-Beziehungen, die Entwicklung voranbringen, wenig nützliche und sogar zerstörerische Container-Beziehungen. https://www.medizin-im-text.de/2020/114/containment-gefuehle-halten/) Wenn es Menschen schwerfällt, heftige Affekte und Gefühle wahrzunehmen, als Teil ihrer selbst zu akzeptieren und schließlich zu bewältigen, benötigen sie ein Gegenüber, das wie ein Container alles aufnimmt, ohne es gleich zu bewerten… Das ist vielleicht so etwas wie ein zweiter externer Magen, der beim Verdauen hilft. Was hat das mit Karfreitag zu tun? Der Karfreitag ist so eine Art Container – oder könnte es sein. Die gesellschaftliche Verneigung vor dem Leiden Jesu ist ja – gerade in einer säkularen Gesellschaft - eine gesellschaftliche Verneigung vor den Leidenden. An einem Tag im Jahr begehen wir eine kollektive Stille. Wir halten das Nicht-Aktivsein, die Ohnmacht, die Unbeholfenheit und Unsicherheit angesichts der ungezählten Leiden aus. Christinnen und Christen gedenken des Gekreuzigten auf Golgatha. Aber sie gedenken eben auch des Unheilen dieser Welt. Und da treffen sie auf alle, die Anstoß nehmen am Leid! Diesen Respekt braucht es auch ganz alltäglich: dass ich auf dem Friedhof die Grabpflege unterbreche, wenn ein Sarg, eine Urne vorbeigetragen wird; dass ich einen Moment innehalte, wenn der Rettungswagen vorbeibraust der ich einen Leichenwagen wahrnehme… Und neben den Tagen, die wie ein Container wirken mögen, braucht es vor allem Menschen, die das für andere sind. Hospizbegleiter*innen lernen das: Ich höre Dir zu. Ich nehme Deine Gefühle wahr und ernst. Ich diskutiere sie nicht weg. Auch da, wo sie mir unverständlich sind und bleiben. Ich bleibe da und lasse mich von Deinem Leiden nicht vertreiben. Ich habe begriffen, dass das manchmal das einzige ist, was hilft. Ich denke dabei immer an ein Zitat aus Astrid Lindgrens Buch Ronja Räubertochter; da heißt es: „Lange saßen sie dort. Und hatten es schwer, doch sie hatten es gemeinsam schwer, und das war ein Trost. Leicht war es trotzdem nicht.“ Die hilfreiche Container-Beziehung baucht lebenslange Einübung… Wie gut, dass es Karfreitage gibt, die uns als Gesellschaft erinnern, dass das unsere gemeinsame Verantwortung ist: Leiden abzustellen, wo immer das geht; Leiden zu lindern, wo immer das geht; Leidende zu halten, wann immer sie mir begegnen (und sei es mit einem Moment liebender innerer Zuwendung). Und ein letzter Gedanke zum Tod, der im Mittelpunkt dieses Tages steht. Astrid Lindgren erinnert uns an einen Container – jedenfalls eine Anekdote, die man sich von ihr überliefert: Sie telefonierte jeden Tag mit ihren Schwestern Ingegerd und Stina. Als sie älter wurden, so erzählt man, begannen sie ihre Gespräche immer mit den Worten "der Tod, der Tod", um das Thema sozusagen abzuhaken, um danach über andere Dinge reden zu können. Das ist ein wunderbarer Container. Nicht wahr?! Einen guten Karfreitag wünscht in diesem Sinne Ida Lamp und das Team von ZAPUH
Kreuz von Ida Lamp - Rinde, Sei, Stein
Text: (C) Ida Lamp

Andrea Stragier

Foto: Andrea Stragier mit Hunden, Fotograf: Norbert Bovier
Foto: Andrea Stragier mit Hunden, Fotograf: Norbert Bovier

ZAPUH zeigt Gesichter; heute das unseres Vereinsmitglieds Andrea Stragier.


Nicht nur Lebens-Erfahrungen und Suche nach einem sinn-erfüllten Ehrenamt führen zu ZAPUH, nicht nur Steine bahnen den Weg (wie im Fall von Peter Ringendahl); es kann auch schonmal Schokolade sein...


Aber lassen wir sie selbst zu Wort kommen; sie schreibt:

Ich bin Andrea Stragier, ursprünglich Krankenschwester, heute als Spa- und Wellness-trainerin selbstständig und als Heilpraktikerin mit eigener Praxis freiberuflich tätig.
Zu meinem Firmenjubiläum habe ich kurz vor Weihnachten vor zwei Jahren mehrere Tausend belgische Pralinen verschenkt für gute Zwecke: Ich habe einen Teil an "Von Herzen helfen für Mensch und Tier Niederkrüchten" gespendet, einen ans Kinderheim "Annenhof" in Kempen, und einen weiteren Teil an "ZAPUH". Ida Lamp und Bettina Leweke leisten zusammen mit Ehrenamtlern wirklich großartiges! ich bin sofort Mitglied geworden, um diese Arbeit gern auch aktiv zu unterstützen.
Tod ist immer noch ein Tabuthema, das vielen Angst macht. Sterben ist oft nicht leicht - und auch manches Mal nicht leicht zu ertragen - Betroffene und begleitende Angehörige erleben daher oft, dass sich Freunde und Familie zurückziehen. Ich habe in meinem Beruf als Krankenschwester Menschen sterben sehen, in der engsten Familie meine Mutter und meine Schwiegermutter in den letzten Tagen und Stunden beim Sterben begleitet, und auch in meiner jetzigen beruflichen Tätigkeit sterbenskranken Menschen und ihren Angehörigen mit Aroma-Öl-Massagen über längere Zeit oder als "letzer Wunsch-Erfüllung" eine Fußreflexzonen-massage zum Ende des Lebens ein bisschen Freude, Entspannung und Lebensqualität geben dürfen.
Die meisten Menschen wünschen sich, möglichst schmerzfrei zuhause sterben zu dürfen. Das ist sicher nicht immer möglich und sinnvoll - aber niemand, der sich nicht bewusst dafür entscheidet, sollte alleine und einsam sterben müssen. Von daher halte ich es für ganz wichtig, dass es die ZAPUH gibt."


Wir von ZAPUH freuen uns, dass uns Andrea Stragier auch aktiv unterstützen mag. 



Fotos: Porträt-Foto Andrea Stragier: Peter Roskothen, www.peterroskothen.de; Andrea Stragier mit Hunden: Fotograf Norbert Bovie

#ZAPUH #Verein #Hospizdienst #Testimonial Zeitzauber Wellness & Massagen
@https://m.facebook.com/andrea.stragier/

https://www.zeitzauber-naturheilpraxis.de/
https://www.zeitzauber-wellness.de/

Porträt-Foto Andrea Stragier: Peter Roskothen, www.peterroskothen.de
Porträt-Foto Andrea Stragier: Peter Roskothen, www.peterroskothen.de
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Anna L. und Lisa V.in Unserer REIHE ZAPUH zeigt Gesichter

Lisa V. und Anna L. - nehmen am 1.online-Hospizkurs teil
Lisa V. und Anna L. - nehmen am 1.online-Hospizkurs teil

ZAPUH zeigt Gesichter: heute die von Anna L. und Lisa V.


Alle Hospizbegleiterinnen von ZAPUH sind  auch Vereinsmitglieder, ihnen steht es frei, beitragsfrei oder Beitrag zahlend Mitglied zu werden. Noch sind wir froh, wenn viele die Arbeit des Vereins als zahlende Mitglieder unterstützen… 


Die beiden Frauen, die sich heute vorstellen, gehören zu den jüngeren Ehrenamtlichen. ZAPUH ist stolz, dass das mittlerweile eine stattliche Schar ist. Das Gespräch über die Generationengrenzen hinweg ist sehr bereichernd, wie wir finden.


Die beiden stellen sich selbst vor:

„Hallo, wir sind Anna (36) und Lisa (30), leben in Nettetal-Schaag und haben unsere Oma und unseren Opa zuhause beim Sterben gemeinsam mit der ganzen Familie begleiten dürfen.


Bei der Begleitung von unserem Opa, sind wir auf den Hospizdienst ZAPUH  aufmerksam geworden. Es gab große Unsicherheiten, ob wir wohl alles richtig machen. Und obwohl wir mit der ganzen Familie (Eltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen) unterstützen konnten, brauchten wir Hilfe. Da lernten wir die Koordinatorin Bettina Leweke kennen und kamen das erste Mal in Kontakt mit Hospizarbeit.


Meine Schwester und mich hat das sehr beeindruckt. Die Ruhe und die positive Bestärkung taten der ganzen Familie gut und uns wurden wichtige Tipps zur Pflege gegeben.


Wir bekamen von Bettina Leweke die Rückmeldung, dass es toll sei, was wir als Familie leisten und wie wir zusammenhalten und dass das sehr selten sei. Das hat uns gut getan. Und das hat uns nachdenklich gemacht. Hinzu kommt, dass unser Papa sehr krank ist und wir ihn auch irgendwann gern Zuhause begleiten möchten. Dafür wünschten wir uns mehr Hintergrundwissen und haben uns schon 2019 für den Hospizkurs angemeldet. Leider kam es dann Coronabedingt 2020 nicht zum geplanten Präsenzkurs.

Wir waren sehr froh, dass die Koordinatorinnen Ida Lamp und Bettina Leweke sich entschieden, 2021 einen  Online-Kurs zu starten und haben uns sehr darauf gefreut.

Natürlich wäre ein Präsenz-Kurs, gerade bei diesem Thema, sehr viel schöner, aber das geht halt gerade nicht. Online ist aber definitiv besser als gar nicht, und wir haben eine tolle Truppe und auch online findet ein reger Austausch statt. Ida Lamp und Bettina Leweke machen das ganz toll, es wurde bereits viel Wissen vermittelt, und wir freuen uns sehr auf die nächsten noch kommenden online Stunden. Am meisten freuen wir uns aber darauf, irgendwann alle mal persönlich kennen zu lernen und natürlich darauf, andere Menschen und ihre Angehörigen im Sterbeprozess begleiten zu können.“


Anna L. und Lisa V. sind ganz normale junge Frauen. Sterben gehört zum Leben, sagen sie  - und leben sie. Sie haben Partner, Kinder,  Katzen, gehen zur Arbeit und haben vieles, was sie am Leben freut und bewegt… 


Bettina Leweke und Ida Lamp freuen sich, dass mit den beiden Frauen jüngere Menschen ein Engagement für den Hospizdienst und damit für schwerkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen übernehmen wollen. Und Nettetal rückt immer mehr  in den Fokus der Arbeit je mehr Nettetaler*innen ehrenamtlich aktiv werden. Auch das ist eine tolle Entwicklung. 


Was ihnen gemeinsam wichtig ist, dass das Sterben mitten ins Leben gehört – nicht nur Leben nimmt, sondern auch Leben intensiviert… Das bleibt, auch wenn mal im prallen Leben weniger Zeit fürs Ehrenamt sein sollte.

Das Gelernte aus dem Hospizkurs bleibt hoffentlich auch – und ermutigt zum Leben, auch weil es hilft, die nicht allein zu lassen, die vor uns sterben werden…


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Bernadette G. in unserer Reihe ZAPUH zeigt Gesichter

Copyright Jutta Steger
Copyright Jutta Steger

ZAPUH vorgestellt, diesmal mit unserer neuen Hospizbegleiterin Bernadette G., Jahrgang 1967:

 

Ein paar Sätze zu mir:

 

Ich komme aus Baden-Württemberg und wohne mit meinem Mann und unseren zwei Kindern nun bereits 15 Jahre am Niederrhein. Das hätte ich mir vor 15 Jahren nicht vorstellen können, war doch der Plan, so schnell wie möglich wieder zurück in den Süden Deutschlands zu gehen. 

Aber das Leben entwickelt sich nicht immer nach Plan und so haben wir hier Wurzeln geschlagen und fühlen uns auf unserem kleinen Hof mit unseren Tieren sehr wohl.

Als Agraringenieurin habe ich vor unserem Umzug nach NRW 11 Jahre im Bereich der Pferdezucht gearbeitet. Hier am Niederrhein bin ich nun seit 10 Jahren in der Verwaltung eines Gutsbetriebes tätig, was mir sehr viel Freude bereitet. 

 

Warum ich Hospizarbeit wichtig finde und wie ich dazu gekommen bin, mich diesbezüglich fortzubilden und zu engagieren:

 

Meine Mutter ist vor 30 Jahren an Krebs erkrankt und leider nach vier Jahren an ihrer Krankheit verstorben. Unser Vater, mein Bruder und ich durften sie damals, mit Unterstützung einer Freundin unserer Mutter, bis zum Ende gemeinsam zu Hause begleiten und für sie da sein. Mir war lange nicht bewusst, welches Privileg uns damals zuteil wurde. Ich habe erst jetzt realisiert, dass es nicht selbstverständlich ist, dass ein Mensch in seiner letzten Lebensphase andere Menschen an seiner Seite hat, die ihm und seinen Zugehörigen Zeit, Empathie und Verständnis entgegenbringen. 

Bedingt durch eine eigene schwere Krankheitsdiagnose vor 1,5 Jahren ist dieses Thema für mich wieder in der Vordergrund gerückt und ich habe mich gedanklich viel damit beschäftigt. Da ich das Glück habe, dass meine Diagnose sehr früh erfolgt war und es mir inzwischen wieder gut geht, empfinde ich seither eine große Dankbarkeit und Wertschätzung dem Leben gegenüber. Aus diesem Gefühl heraus, entstand das Bedürfnis, dem Leben etwas zurückzugeben und ein wenig mithelfen zu können, dass am Lebensende weniger Menschen alleine sein müssen.  

Deshalb habe ich angefangen, mich in das Thema einzulesen,  habe Podcasts gehört und mich schließlich auf die Suche nach einer Möglichkeit gemacht, mich in diesem Bereich zu engagieren. So bin ich auf ZAPUH gestoßen und habe mich für den Hospiz-Lehrgang angemeldet.

 

 

Wie ich den Zoom-HospizKurs finde:

 

Zunächst war ich etwas skeptisch, als ich hörte, dass der Kurs via Zoom stattfinden wird. Ich kannte Zoom, konnte mir aber schwer vorstellen, wie dieses Thema in einer Gruppe mit anfangs ganz fremden Menschen in Distanz bearbeitet werden soll. 

Natürlich kann es ein persönliches Treffen in der Gruppe nicht ersetzen, aber es klappt erstaunlich gut. Alle Teilnehmer/innen lassen sich auf diese neue Form ein, sind offen und sollten irgendwo technische Probleme auftauchen, ist aus der Gruppe sofort jemand bereit zu helfen. 

Nicht zuletzt bin ich von dem Kurs sehr angetan, weil wir mit Ida und Bettina zwei ganz tolle und sehr kompetente Kursleiterinnen haben. Jede Kurseinheit ist sehr gut vorbereitet und aufgebaut. Sie schaffen es immer wieder, uns auch trotz Distanz wirklich zu erreichen und bereichern durch ihre große Erfahrung und Empathie jede einzelne Stunde. Für mich war bisher jede Unterrichtseinheit sehr intensiv und gehaltvoll. Oft hallen Gedanken, Sätze oder Fragen noch Tage später in mir nach. Da ist es gut zu wissen, dass wir uns immer an die beiden wenden dürfen, wenn individueller Redebedarf besteht und man sich auf einen zweisamen Spaziergang oder ähnliches verabreden kann. 

Mein Fazit: Ich bin sehr froh, Teil des Kurses zu sein und freue mich auf die noch folgenden Unterrichtsstunden und ganz besonders auf die Zeit, wo endlich wieder ein persönliches Treffen möglich sein wird.

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